Der richtige Laufschuh für Outdoor-Läufer
Laufen ist für viele das ideale Freizeitvergnügen. Man kann den Kopf frei bekommen, sich nur auf sich selbst und seinen Körper konzentrieren und gleichzeitig die Natur um sich herum genießen und erleben. Für manch einen geht es jedoch weit darüber hinaus. Egal ob man nun für den nächsten Halbmarathon oder Marathon trainiert, oder aber nur für sein eigenes Wohlbefinden ein paar Runden dreht, man sollte stets darauf achten, dass man nicht nur einen guten Laufschuh, sondern vor allem auch den für sich richtigen Laufschuh trägt.
Durch eine professionelle Laufbandanalyse lässt sich der für jeden individuell am besten geeignetste Laufschuh ermitteln. Mit Hilfe der Laufbandanalyse wird der individuelle Bewegungsablauf eines jedes Menschen analysiert. Das Ergebnis der Analyse lässt darauf schließen, welcher Schuh optimal den individuellen Bewegungsablauf unterstützt. Die verschiedenen Laufschuhe lassen sich dabei in vier verschiedenen Kategorien unterscheiden: Neutalschuhe, Stabilschuhe, Wettkampfschuhe, Trailschuhe.
Neutralschuhe eignen sich für Läufer, die man als Normalfußläufer bezeichnet. Gemeint sind damit Läufer, die einen normalen Fußaufsatz haben, oder aber einen Hohlfuß haben. Sportler, die speziell angefertigte orthopädische Sporteinlagen haben sollten stets Neutralschuhe tragen, da mit Hilfe der Schuheinlagen etwaige Fehlstellungen ausgeglichen werden und von einem normalen Fußaufsatz ausgegangen werden kann. Kennzeichnend für Neutralschuhe ist die im Fersenbereich besonders stark ausgeprägte Dämpfung.
Stabilschuhe
Läufer, die unter einer Überpronation leiden, sollten Stabilschuhe tragen. Diese Schuhe sind an der Innenseite verstärkt, womit verhindert wird, dass das Fußgelenk nach Innen wegknicken kann. Wie der Name des Schuhs bereits erahnen lässt, sorgt dieser Schuh für ein hohes Maß an Stabilität, vor allem in der Schuhinnenseite. Läufer mit einem Knickfuß und Senkfuß sollten einen Stabilschuh tragen, sofern sie keinen orthopädischen Sporteinlagen zum Ausgleich tragen sollten. Die unterschiedlichen Stärken der Stabilisation lassen sich anhand der Einfärbung an der Schuhinnenseite erkennen. Je dunkler die Innenseite eingefärbt ist, desto stärker wird der Fuß beim Laufen unterstützt.
Wettkampfschuhe
Für den Wettkampf wurden ganz spezielle Laufschuhe entwickelt. Die sogenannten Wettkampfschuhe zeichnen sich vor allem durch ihr geringes Gewicht aus, besonders gute Abrolleigenschaften, besonders bei Läufen auf dem Asphalt, aus. Diese Schuhe werden deshalb auch oft als lightweight-Schuhe bezeichnet, was übersetzt: Leichte-Schuhe, bedeutet. Wie sich daraus schon erkennen lässt, eignen sich Wettkampfschuhe nicht nur für Wettkämpfe, sondern ebenso für Läufer, die eine normale Pronation haben. Wichtig dabei ist jedoch, dass männliche Läufer das Gewicht von 85kg nicht überschreiten und Frauen nicht das Gewicht von 75km überschreiten, da der Wettkampfschuh sonst nicht mehr seine speziellen Eigenschaften erfüllen kann.
Trailschuhe
Als Trailschuhe werden Schuhe bezeichnet, die vorrangig im Gelände eingesetzt werden können. Sie sind ideal an die Bodenbeschaffenheit im Gelände, beispielsweise für einen Lauf am Strand entlang, querfeldein oder mitten durch den Wald, geeignet. Sie sind mit notwendigen Eigenschaften, wie einer rutschfesten Sohle, Atmungsaktivität und einem hohen Maß an Stabilität ausgestattet. Darüber hinaus sollten Trailschuhe zumeist wasserabweisend sein. Trailschuhe eignen sich sowohl für Normalfußläufer, als auch für Überpronierer. Ein Läufer, der oft im Gelände seine Runden dreht, sollte unbedingt Trailschuhe tragen.
Lebensdauer von Laufschuhen
Es gibt keine genauen Richtwerte darüber, wie lange man einen Laufschuh tragen sollte, bevor er durch einen neuen ersetzt werden sollte. Jeder Schuh ist ein bisschen anders im Vergleich zu seinen Vorgänger, Nachfolger oder seinem momentanen Laufschuh-Konkurrenten. Hinzukommt, dass auf jeden Schuh ein anderes Gewicht wirkt, jeder Läufer unterschiedliche Strecken läuft und damit den Schuh unterschiedlichen Belastungen aussetzt, Im Vergleich zu anderen Läufern, die mit ihrem Laufschuh eine identische Kilometeranzahl zurückgelegt haben. Im Durchschnitt lässt sich jedoch sagen, dass man mit Leichtschuhen, wie es der Wettkampfschuh einer ist, maximal 600km laufen sollte und mit Stabilschuhen maximal 800-1000km laufen sollte, bevor sie durch einen neuen Schuh ersetzt werden sollten. Damit kann gewährleistet werden, dass der Fuß auf bis zum letzten gelaufenen Kilometer optimal unterstützt wird.


